Achtsamkeit Willkommen im Leben

Wenn eine Freundschaft zerbricht

September 21, 2015

Hallo ihr Lieben,

wenn eine Freundschaft auseinander geht, dann ist das für niemanden leicht. Ich stand bereits auf beiden Seiten. Ich finde, eine Freundschaft zu beenden, ist genauso schwierig, wie von einem Freund, oder einer Freundin verlassen zu werden.

Als ich 18 Jahre alt war, hat eine Freundin mit mir “Schluss” gemacht. Und ich war am Boden zerstört. Natürlich habe ich ihr die Schuld für alles gegeben und war ziemlich traurig und wütend auf sie. Auf den Gedanken, dass auch ich meinen Anteil an dem Ganzen hatte, kam ich gar nicht erst. Wut und Selbstmitleid waren für mich damals die beste Lösung.

Vor ca. zwei Jahren habe ich eine Freundschaft beendet. Ich hatte mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, doch für mich gab es keinen anderen Weg. Es hat einfach nicht mehr gepasst.

farewell-20196_640Manchmal muss man Menschen loslassen. Anfangs ist es eine harte Zeit, für beide Seiten, auch wenn man vielleicht nur seinen eigenen Standpunkt versteht oder verstehen will. Aber man kann in dieser Zeit auch ganz schön viel über sich selbst lernen.

 

Ich kann euch hier nur mit auf den Weg geben, was mir persönlich in dieser Zeit sehr geholfen hat:

  • Alle Gefühle zulassen, egal ob Trauer, Wut, Enttäuschung, auch einfach mal richtig weinen oder herumschreien, einen Gegenstand gegen die Wand schlagen (ich bevorzuge Unzerbrechliches, weil mir sonst im Nachhinein immer meine Sachen leidtun, wenn ich mein Temperament nicht zügeln kann. 😉 )
  • Ich habe auch in Gedanken Gespräche mit den Betreffenden geführt (hier musste ich nur aufpassen, es nicht zu übertreiben)
  • Gut zu sich selbst sein (einen Spaziergang machen, Yoga, sich eine Massage gönnen, ein Bad nehmen, was immer euch gut tut)
  • In der Öffentlichkeit nicht schlecht über den anderen sprechen, das macht alles nur noch schlimmer. Lieber würde ich mir einen Freund oder Vertrauten suchen der in dieser Hinsicht neutral ist und dem man sein Herz ausschütten kann.
  • Aufpassen, dass der Groll gegenüber dem anderen, nicht alle Gedanken bestimmt. Mir ging es anfangs so, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte. Und irgendwann wird das einfach zu viel. Mir hilft es dann, etwas zu machen, wobei ich mich auf andere Dinge konzentrieren muss, wie z. B. Schreiben oder Yoga. Sucht euch einfach das, was euch am meisten ablenkt. 
  • Dem anderen nicht die Schuld an allem geben und sich auch nicht schuldig fühlen, weil man eine Freundschaft nicht mehr möchte. Egal was passiert, aus meiner Sicht, trägt jeder seinen Teil dazu bei, wenn eine Freundschaft nicht mehr funktioniert. Es gibt kein Schuldsein.
  • Für mich hat sich der Spruch bewahrheitet: “Die Zeit heilt alle Wunden.” Es kann sehr lange dauern, doch irgendwann kommt der Tag, an dem man deutlich spürt, dass es wieder aufwärts geht.
  • Ich habe mich in dieser Zeit auch einfach auf meine Freunde konzentriert, die ich noch hatte und mir viel Mühe mit ihnen gegeben und ihnen dafür gedankt, dass sie immer für mich da sind.
  •  Ich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass dafür neue, wunderbare Menschen in mein Leben gekommen sind, für die ich sonst vielleicht nicht offen gewesen wäre. Dafür bin ich sehr dankbar und dieser Gedanke hilft mir immer weiter, wenn eine Freundschaft überhaupt nicht mehr funktioniert und sogar in die Brüche geht.

Solltet ihr gerade in einer ähnlichen Situation stecken, dann wünsche ich euch viel Kraft und alles Liebe.

eure Susanne

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