Willkommen im Leben

Sich selbst treu bleiben

August 10, 2015


Hallo ihr Lieben,


kennt ihr das auch? Plötzlich tut man Dinge, die gar nicht zu einem passen und vertritt Ansichten, die eigentlich gar nicht die Eigenen sind. Mir ging das sehr lange so und langsam merke ich, wie es besser wird und ich wieder mehr zu mir selbst finde.

Als meine Tochter vor knapp sieben Jahren geboren wurde, fing ich an, viele spirituelle Bücher und Ratgeber zu lesen. Außerdem habe ich Kurse belegt und mich von verschiedenen Coaches beraten lassen. Schließlich wollte ich mich ja weiterentwickeln.

Diese Dinge will ich keinesfalls schlecht machen. Es kommt eben darauf an, was man daraus macht. Ich zum Beispiel habe alle Ratschläge, Vorschläge und Denkweisen 1:1 von anderen übernommen. Und plötzlich war alles in meinem Leben stressig.

Denn von nun an “musste” ich meiner Rolle als Hausfrau und Mutter gerecht werden, mir Ziele überlegen, meditieren, Sport treiben, mich besonderes gesund (am besten Roh und vegan) ernähren, innerlich wachsen und mich selbst verwirklichen. Wenn all diese Menschen, die ich doch so sehr bewunderte das alles schafften, dann musste ich das doch auch können. 

Ich brauchte lange, um zu erkennen, was mich wirklich stresst. Nämlich all diese Denkmuster und selbstauferlegten Dogmen, die ich mir aus den Büchern und Seminaren mitgenommen hatte. Statt mir einfach nur das rauszusuchen, was für mich passte, habe ich meine eigene Stimme total ignoriert und versucht, jemand zu sein, der ich nicht bin.

Nehmen wir als Beispiel Meditation. Das wird von sehr vielen Menschen empfohlen. Aber ich komme dabei einfach nicht zur Ruhe. Und anstatt im Schneidersitz dazusitzen und folgendes zu denken: “Ich meditiere und entspanne und komme zur Ruhe…muss noch die Wäsche aufhängen…tief atmen…entspannen… verdammt ich wollte doch eigentlich noch schreiben…nur die Ruhe… wie gerne hätte ich jetzt Schokolade…ob ich es nachher noch schaffe, zu lesen…” habe ich für mich festgestellt, dass es für mich viel entspannender ist, ein Buch zu lesen, mir die Nägel zu lackieren oder zu schreiben.

Für mich war es plötzlich auch stressig, etwas nur für mich zu machen. Denn ich dachte, dieses Etwas müsste etwas ganz Besonderes sein. Doch ich habe erkannt, dass ich auch etwas für mich tue, wenn ich aufräume. Denn das mache ich mittlerweile echt gerne und ich mag es ordentlich, weil ich mich dann besser fühle. 

Ich will euch damit einfach sagen:
Verbiegt euch nicht und versucht, euch selbst treu zu bleiben. 
Niemand kann wissen, was das Beste für euch ist.
Nur einer kann das:
Ihr selbst.
Und herauszufinden, was das ist, finde ich oft ganz schön anstrengend…

Alles Liebe,
eure Susanne


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