Achtsamkeit Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit in Sachen Lebensmittel (Teil 1 Blogserie)

September 16, 2017

Wie ich im  letzten Artikel bereits geschrieben habe, leben wir nicht plastikfrei, nicht 100% umweltfreundlich und auch nicht vegan. Deshalb habe ich tatsächlich eine Weile überlegt, ob ich die Blogserie schreiben soll. Bei vielen anderen Bloggern wirkt alles immer so vollkommen perfekt und wenn man über ein solches Thema schreibt, dann bietet man eine gewisse Angriffsfläche, weil es immer Leute gibt, die es besser wissen oder in ihren Augen besser machen. Ich denke, du weißt, was ich meine. 😉 Das Leben ist doch kein Wettbewerb! Jeder gute Gedanke, und jede noch so scheinbar kleine gute Tat, ist eine Menge wert.

Ich will einfach mein bestes geben, Gutes tun und gleichzeitig nicht nach Perfektion streben. Das Leben soll Spaß machen, genauso wie das Thema Nachhaltigkeit Spaß machen kann. Also habe ich mir vorgenommen, das Ganze nicht so verbissen zu sehen.;) Außerdem habe ich meiner Tochter ja versprochen, dass wir das gemeinsam auf die Beine stellen.

Also gibt s heute den ersten, offiziellen Teil zur Blogserie und hier dreht sich alles um das Thema Lebensmittel.

Samstag früh auf dem Wochenmarkt Gemüse einzukaufen, gehört seit Jahren zu unserem Ritual. Das kann ich dir echt ans Herz legen. Dort bekomme ich alles plastikfrei, denn meistens habe ich auch für den Spinat eine eigene Box und auch alles andere lass ich mir einfach so in den Korb packen. Außerdem ist immer Zeit für einen kurzen Ratsch und man kann sich informieren, was es gerade für heimische Gemüsesorten gibt. Seit ich dort einkaufe, weiß ich auch, wie man frischen Spinat zubereitet. Erst war es mir peinlich, danach zu fragen, aber es wissen tatsächlich viele Leute nicht. Ich finde, dass man die regionalen Bauern unterstützen sollte. Eine gute Alternative ist auch die Ökokiste. Hier bestelle ich gerne mal Geflügel, Sahne und Öl…

Die Kinder sind Samstags meistens mit dabei. Für mich ist es wichtig, dass sie vor allem auch die heimischen Obst-und Gemüsesorten kennen und wissen, was wann zu welcher Jahreszeit wächst. Ich schaue, dass ich mich auch beim Kochen danach richte. Denn ich glaube schon, dass es für unseren Körper das beste ist. Denn es wird wohl seinen Grund haben, warum alles zu einer bestimmten Zeit wächst. Wärmender Kürbis im Herbst, kühlende Gurken im Sommer… Und machen wir uns nix vor, für das Klima ist es auch besser. Eine zeit lang war ich ganz streng mit uns in dieser Hinsicht, aber als wir eingeladen waren und ich gesehen habe, mit welch einem Heißhunger die Kinder im Winter dort über Paprika und Gurke hergefallen sind, mach ich zwischendurch auch Ausnahmen. Ich weiß es nicht, wie es dir geht, aber ich freue mich immer auf die unterschiedlichsten Jahreszeiten, denn jede hält ihre Köstlichkeiten in der Natur für uns bereit…

Fan von Fertiggerichten bin ich keiner. Ich finde sie nicht gut für den Körper, sie sind teuer und produzieren einen Haufen Müll. Aber: es gibt sie auch ab und zu bei uns daheim. Meine Große bevorzugt fertige Pommes, die Selbstgemachten schmecken ihr nicht und es gibt auch Tage, an denen ich in Eile bin und keine Zeit habe oder keine Nerven und dann gibt´s eben auch mal einfach Pommes. 😉

Im Großen und Ganzen koche ich sehr gerne und ich finde selbstgemacht und gekocht schmeckt s einfach am besten. Marmelade, Gelee und Co. ist nach meinem Empfinden sehr unkompliziert und ich wecke auch sehr gerne ein. Dazu schreibe ich aber einen extra Beitrag. Unsere Kinder kochen sehr gerne mit.

Außerdem setze ich mich einmal in der Woche hin, schmökere in meinen Kochbüchern und schreibe einen Speiseplan, also was es an jedem Tag zu essen gibt. Meine Familie wird natürlich nach Wünschen gefragt. So weiß ich, was ich einkaufen muss, es schont meine Nerven, weil ich nicht dauernd zu überlegen brauche, was ich koche und es müssen keine Lebensmittel weggeworfen werden, weil ich nur kaufe, was wir brauchen.

Kinder mögen Süßigkeiten. Zumindest meine. 😉 und auch hier gibt s ab und an eine Milchschnitte oder anderes. Meiner Meinung nach, gehört auch Ausgewogenheit zu einem einfachen Leben. Lieber nicht so viel, aber die Dinge richtig genießen. Extreme und Verbote funktionieren bei uns in der Familie nicht. Eher von allem ein bisschen.

Milch holen wir in Flaschen beim Bauern im Nachbarort, und Sahne und Joghurt kaufe ich so oft es geht in Glasbehältern. Ich bin nicht nur im Bioladen unterwegs, sondern auch mal im Discounter oder Supermarkt. Und es findet auch mal ein Plastikbecher oder eine Limoflasche einen Weg in meinen Einkaufskorb, da will ich ganz ehrlich mit dir sein.

 

Und was ist mit vegan?

Das ist eine Frage, die du für dich selbst entscheiden musst. Ich lebe nicht vegan und auch nicht vegetarisch, denn es geht mir überhaupt nicht gut damit. Tatsächlich habe ich hin und wieder das Bedürfnis, Fleisch zu essen und diesem gebe ich auch nach. Auch wenn viele anders darüber denken, ich glaube nicht, dass es die eine Ernährung gibt, die für jeden gleich gut passt. Deshalb plädiere ich an dieser Stelle für mehr Verständnis füreinander.

Hier unsere Tipps für dich in Kürze:

  • Kaufe auf dem Wochenmarkt und nimm dir einen Korb mit, so dass du auf eine Plastiktüte verzichten kannst.
  • Eine gute Möglichkeit ist eine Ökokiste.
  • Ernähre dich überwiegend saisonal und unterstütze die Bauern aus der Region.
  • Koche und backe viel selber.
  • Milch, Sahne und Joghurt gibt es auch in Gläsern.
  • Statt Tomaten aus der Dose lieber Passata aus der Glasflasche.
  • Schreibe einen Speiseplan
  • Nicht alles so verbissen sehen und den Spaß an der ganzen Sache nicht vergessen. 😉
  • Wenn du die Möglichkeit hast, baue selber Obst und Gemüse an.

Antonia:

Die Natur versorgt uns mit allem, was wir brauchen. Deshalb müssen wir sie auch gut behandeln.

 

Wie hältst du es mit Nachhaltigkeit in Sachen Lebensmittel? Hast du vielleicht noch einen Tipp?

 

Ein wunderbares und erholsames Wochenende!

 

 

 

 

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply