Achtsamkeit Minimalismus Nachhaltigkeit

Minimalismus und Konsum (Teil 3 Blogserie)

Oktober 17, 2017

Was bedeutet Minimalismus in Bezug auf den eigenen Lebensstil?

Bewusster leben? So wenig Dinge besitzen, wie möglich? Frei sein von Äußerlichkeiten?

So viele unterschiedliche Lebensmodelle es gibt, so viele unterschiedliche Antworten gibt es wohl auf diese Fragen. Minimalismus scheint eine wahre Trendbewegung geworden zu sein und ist ein Thema auf vielen Blogs. Auch unzählige Bücher wurden bereits darüber geschrieben.

Ich glaube, es gibt nicht die eine richtige Lebensform, die für alle gleich gut passt. Jeder kann sich das heraussuchen, was sich für ihn am besten anfühlt. Deshalb möchte ich dir heute einfach mal erzählen, wie ich so über die Themen Minimalismus und Konsum denke.

Ja, ich würde meinen Lebensstil als durchaus minimalistisch beschreiben und auch behaupten, dass mein Konsumverhalten für mich und mein Leben absolut angemessen ist. Für mich bedeutet es nicht, so wenig Dinge wie möglich zu besitzen. Daraus könnte man durchaus einen Wettbewerb machen. Aber das ist nicht mein Ziel. Viel mehr möchte ich einfach nur Dinge in meinem Leben haben, die ich liebe, schätze und die mir etwas bedeuten. Zuviel Besitz belastet mich.

Interessiert und fasziniert hat mich diese Thematik schon immer. Richtig angefangen habe ich vor ein paar Jahren, nachdem ich meinen Sohn abgestillt habe. Viele meiner Kleidungsstücke waren nicht mehr tragbar, voller Flecken und passten einfach nicht mehr. Im Kleiderschrank fing ich an, rigoros auszumisten und nur noch nachzukaufen, wenn ich etwas brauchte oder von ganzem Herzen wollte. Auch meine anderen Lebensbereiche habe ich danach angepasst.

Wenn ich mir das kaufe, dann geht es mir gut.

Ich kaufe nur noch das, dann ist Schluss.

Ich gönne mir eh so selten was, also was soll´s…

Ja, ich habe schon an die 100 paar Schuhe, aber genau die, die ich immer gesucht habe, sind grad im Angebot…

Vielleicht kommen dir solche Sätze auch bekannt vor? Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der uns vorgemacht wird, dass Dinge uns glücklich machen. Das tun sie auch auf eine gewisse Weise. Doch nur oberflächlich und  die Freude und Befriedigung lassen schnell nach und ehe wir uns versehen, sind wir auf der Jagd nach dem nächsten Gegenstand und unsere Gedanken kreisen darum, ihn möglichst schnell zu bekommen.

Meine Tipps für einen bewussteren Lebensstil und Konsumverhalten:

  • besorge dir Bücher oder lies Blogartikel zum Thema und informiere dich darüber.
  • Sortiere aus und behalte nur das, was du wirklich magst und brauchst. Dinge, die noch gut sind, kannst du verkaufen oder noch besser verschenken.
  • Kaufe nur das, was du wirklich brauchst oder willst. Wenn du dir nicht 100%ig sicher bist, dann lass es und denke lieber nochmal darüber nach. Oft stellt man fest, dass man das Gewünschte gar nicht mehr braucht oder haben will.
  • Laufe keinen Trends hinter her. Sie sind meist sehr kurzlebig.
  • Finde deinen eigenen Weg.
  • Versuche Erfüllung in Tätigkeiten und in dir selbst zu finden, statt sie in Dingen zu suchen (Oft gar nicht so einfach 😉 )
  • Brauche auf, was du hast, bevor du etwas nachkaufst. (Vor allem Shampoo und Co. 😉 )
  • Lieber weniger, dafür gutes
  • Überlege dir alternative Geschenkideen

Klar, auch mir passiert mal ein Fehlkauf, aber ich muss sagen, dass ich mein Konsumverhalten ganz gut im Griff habe. Ich kenne meine Träume und weiß, dass ich für ein paar davon auch eine größere Summe an Geld investieren muss, möchte, kann. Deshalb fällt es mir leichter, nicht ständig irgendetwas zu kaufen, sondern lieber in mein Leben zu investieren.

Wie stehst du zu dem Thema? Hast du vielleicht noch Ideen und Tipps?

Wenn du die anderen Posts zum Thema nachlesen möchtest, findest du sie hier:

Achtsamkeit für die Natur und unsere Erde

Nachhaltigkeit und ein einfaches Leben

Nachhaltigkeit in Sachen Lebensmittel

Nachhaltigkeit unterwegs und im Haushalt

 

 

 

 

 

 

 

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1 Comment

  • Reply Ottilie November 4, 2017 at 7:53 am

    Liebe Susanne,
    vor kurzem bin ich durch meine Wohnung gelaufen und dachte plötzlich: “Ich habe massives Übergewicht!”
    Also nicht körperlich, aber ich habe soviele Dinge, dass ich sie gar nicht erfassen kann und sie beschäftigen mich auch.
    Ich finde immer, das Ausmisten fängt beim “Nichtkaufen” an. Den es wird immer Dinge geben, die einfach sooo schön. Die gute Nachricht, auch dann wenn ich sie wirklich brauche 🙂
    Liebe Grüße Ottilie

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