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Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

Februar 15, 2018

von Mhairi McFarlane

Handlung:

Eigentlich wollte Edie sich doch nur mal wieder so richtig verlieben. Ihre letzte Beziehung liegt Jahre zurück, und sie ist jetzt Mitte dreißig – da könnte Mister Right ja endlich mal vorbeikommen. Dass sie ihr Herz aber ausgerechnet an ihren Kollegen Jack verlieren würde, damit hatte Edie nicht gerechnet. Auch Jack scheint Gefühle für sie zu haben, denn er flirtet im Büro heftig mit ihr. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht die Tatsache, dass Jack bald seine Verlobte Charlotte heiraten wird.

Als es auf der Hochzeit zu einem verhängnisvollen Kuss zwischen Edie und Jack kommt, gerät Edies Welt gehörig ins Wanken. Charlottes Trauzeugin initiiert einen Shitstorm und schon bald ist Edie überall nur noch “die Frau, die sich an fremde Ehemänner heranmacht und Bräuten den schönsten Tag ihres Lebens runiniert.”

Edie möchte sich am liebsten verkriechen. Deshalb kommt ihr das Angebot ihres Chefs, in Nottingham ein neues Projekt zu übernehmen, gerade recht. Doch in ihrer Heimatstadt läuft es ebenfalls nicht rund. Edie muss sich nicht nur mit ihrem Liebeskummer, sondern auch noch mit ihren schmerzhaften Kindheitserinnerungen auseinandersetzen.

Auch die Arbeit mit dem arroganten Filmstar Elliot Owen, dessen Autobiographie sie schreiben soll, stellt sich als schwierig heraus. Irgendwie hatte Edie sich das anders vorgestellt.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich bin ein Fan von Mhairi MC Farlane. Sie beweist Witz und Charme und ihren Schreibstil finde ich sehr flüssig und unterhaltsam.

Doch ihr Roman hat auch einen ernsten Unterton. Denn in “Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt” geht es auch um die Schattenseiten der sozialen Medien und darum, wie sehr man einem Menschen damit schaden kann. Diese ganze Thematik hat mich im Nachhinein sehr beschäftigt und ich frage mich, wie vielen von uns tatsächlich bewusst ist, was für eine scheinbar große Macht diese Medien über uns haben können.

Ich will die sozialen Medien auf keinen Fall generell schlecht machen, sie haben auch ihre guten Seiten. Aber ich glaube schon, dass uns diese zum großen Teil auf Schein aufgebauten Welt, blenden und stressen kann. Plötzlich mögen wir uns selbst nicht mehr als gut genug erachten und sogar unzufrieden werden, weil wir sehen, wie das Leben der anderen ist oder besser gesagt scheint. Aber dieses Thema würde wohl einen eigenen Blogartikel füllen.

Auf jeden Fall ist es McFarlane mit diesem Buch gelungen, Leichtigkeit und Witz mit einem schwierigen Thema zu verbinden und ich kann dir dieses Buch wärmstens ans Herz legen.

Besonders gut gefallen hat mir:

wie die Autorin die Thematik mit den sozialen Medien verpackt hat

Meine Lieblingsfigur

ist Hannah

Weil

sie eine großartige Freundin ist und ich auch ein paar Parallelen zu mir selbst gefunden habe.

Überrascht hat mich

die Geschichte von Edie und ihrer Familie

So bin ich auf das Buch aufmerksam geworden:

Das Buch steht schon länger auf meiner Wunschliste und dann habe ich es bei uns in der Bücherei entdeckt.

Infos zum Buch:

Taschenbuch, 544 Seiten

Preis: 10,99 Euro

Verlag: Knaur TB

Erscheinungsdatum: 03.April 2017

Orginaltitel: Who´s that girl

ISBN: 978-3426519844

Über die Autorin:

Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren. Ihre geographischen Lebensdaten in Kurzform lauten Falkirk – Afrika – Milton Keynes – Nottingham und entsprechen in etwa dem Weg, den ein Designerkleidungsstück zurücklegt, bevor es in einem Laden zur Ruhe kommt. Mhairis Ruhepol ist Nottingham, wo sie mit einem Mann und einer Katze lebt. Bereits ihrem ersten Roman “Wir in drei Worten” gelang der Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste. Mit ihrem zweiten Roman “Vielleicht mag ich dich morgen” eroberte sie nicht nur die Herzen der Leser im Sturm, sondern auch Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Und auch ihr dritter Roman “Es muss wohl an dir liegen” stürmte sofort nach Erscheinen die Bestsellercharts.

Falls du noch mehr von ihr lesen magst:

  • Wir in drei Worten
  • Vielleicht mag ich dich morgen
  • Es muss wohl an dir liegen

 

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2 Comments

  • Reply Fashionqueens Diary Februar 17, 2018 at 8:03 am

    Ui, Danke für den Buchtipp! Ich habe dieses Buch schon oft gesehen, hatte es mir aber so ganz anders vorgestellt. Nach deiner Beschreibung ist es nun deutlich interessanter, denn ich finde das Thema mit den Medien nicht unwichtig…

    Ein schönes Wochenende dir <3

  • Reply Susanne Februar 19, 2018 at 9:11 am

    Gerne. 😉 Ich fand es ehrlich super. Ich mag all ihre Bücher, aber dieses gefällt mir am aller besten. Und ich finde dieses Thema auch sehr wichtig und einfach gut eingebaut.
    Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche.

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