Willkommen im Leben

Geschwister, ein Fluch oder ein Segen?

November 9, 2015

Servus ihr Lieben,

ich weiß, der Titel heute liest sich ein wenig gemein. Aber ich glaube, dass man sich tatsächlich hin und wieder diese Frage stellt, wenn man selbst Geschwister hat.

So sieht es manchmal morgens bei uns aus:

Meine Tochter (7) macht nicht das, was sich mein Sohn (3) gerade vorstellt.

Er:  “Geh endlich mal da weg, du blöder Scheißdreck.”

Sie: “Mann, ich wünschte du würdest hinfallen und gleich in der Aschentonne landen, du blöder, kleiner Bruder.”

Herzallerliebst, nicht wahr? Daraufhin folgt noch ein Gerangel und Haare ziehen. Das Ganze natürlich vor dem morgendlichen Kaffee.

 

Aber auch meine “kleine” Schwester und ich waren bereits alles. Freund und Feind, Vertraute, Geheimniskrämer, Verbündete im Kampf gegen die nervigen Eltern (vor allem in Zeiten der Pubertät) und zugleich unsere größten Konkurrenten.

Erinnert ihr euch an  Schwesterherz ? Ich würde sagen, die Geschichte hat einen Wahrheitsgehalt von ca. 70%. 😉 Meine Schwester und ich haben gespielt, uns gestritten, uns vertragen, uns geliebt, uns gehasst und oft sämtliche Haare ausgerissen. Wir könnten unterschiedlicher nicht sein. Oft war ich eifersüchtig, und wenn ich wütend auf sie war, habe ich ihr erzählt, sie sei eh bloß adoptiert. Ich weiß, ganz schön gemein. Heute würde ich es auch nicht mehr sagen. Aber da wir beide nicht nur vom Charakter her ganz unterschiedlich sind, sondern uns auch optisch völlig unterscheiden, hat sie das immer sehr getroffen.
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Am liebsten erinnere ich mich an ein Essen beim Griechen mit meiner kleinen Schwester. Ich war gerade Anfang 20 und wir hatten beide kein gutes Jahr miteinander gehabt. Schuld waren viele Missverständnisse, über die wir nie geredet haben. Aber nach dem ganzen Knoblauch und einer Flasche Ouzo war alles klar und wir konnten darüber lachen. ( Mit der Haustür im Anschluss gab es allerdings Probleme. Hatte jemand das Schloss ausgetauscht oder warum wollte der Schlüssel nicht rein? Geschlafen haben wir im Anschluss gut, nachdem unser Paps uns auf der Bank vor der Haustür eingesammelt hat.)

Auch wenn wir uns heute hin und wieder streiten oder nicht immer einer Meinung sind, ich betrachte meine Schwester auf jeden Fall als Segen und möchte unsere gemeinsamen Erfahrungen nicht missen. Und wenn gar nix mehr geht, eine Flasche Ouzo hilft bestimmt. 😉

Habt eine gute Woche 😉
eure Susanne  

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6 Comments

  • Reply das kleine große Glück September 19, 2016 at 6:32 pm

    Ja, ich fühl da auch immer mit dir! 😉 Es wäre ein ganz schön langweiliges Leben, ohne das liebevolle Chaos und die ganzen Achterbahngefühle, die sie so mit in unser Leben schleppen. 😉

  • Reply das kleine große Glück September 19, 2016 at 6:32 pm

    Prost! 😉 Schön, dass es dich gibt!

  • Reply das kleine große Glück September 19, 2016 at 6:32 pm

    Liebe Elke,
    vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich und stelle es mir schön vor, so einen großen Bruder zu haben.
    Das Beispiel von meinen Kindern ist schon das Extremste, das ich mir herausgesucht habe. Zum Glück überwiegen die Tage, an denen sie gerne miteinander spielen. Sonst glaube ich, würde ich auch die Krise kriegen. 😉
    Liebe Grüße,
    Susanne

  • Reply Nene September 19, 2016 at 6:32 pm

    Hallo Susi, definitiv Segen! Ich könnte mir ein Leben ohne meine Sis nicht vorstellen! Auch wenn das Leben meiner Schwester einer Achterbahn gleicht und ich mir entweder sorgen mach oder mich sagenhaft für sie freue, würde ich sie niemals hergeben wollen! Auf die liebe unter Schwestern! LG Nene

  • Reply Anonym September 19, 2016 at 6:32 pm

    Hi Schwesterchen. Du bist für mich auch ein Segen und würde unsere Guten und schlechten Erfahrungen für nichts eintauschen vor allem wie du schon sagst wenn nichts mehr geht eine Flasche Ouzo hilft fast immer 😉

  • Reply Elke Heinze September 19, 2016 at 6:32 pm

    Hallo Susanne,
    das sind Erfahrungen, die mir ziemlich fremd sind. Zwar habe ich einen Bruder, doch er ist siebzehn Jahre älter als ich. Da gab es wenig Gemeinsamkeiten und wenig Reibereien. Aber ich bin froh, dass ich ihn habe (er wird im kommenden Jahr Achtzig.). Meine erwachsenen Söhne haben den gleichen Altersabstand wie deine Kids. Da gab es auch Reibereien. Aber Dialoge wie der von dir geschilderte, find ich schon krass. Na – die werden sich auch noch zusammenraufen.
    Lieben Gruß
    Elke
    ____________________
    mainzauber.de

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