DYS Minimalismus Nachhaltigkeit Naturkosmetik

Alternative Haarpflege (Teil 4 Blogserie)

November 10, 2017

Haare sind ein Teil unserer Seele. Und wenn mit den Haaren etwas nicht in Ordnung ist, schlägt es uns auf das Gemüt. Zumindest bei mir ist das so. 😉

In Sachen natürlicher Haarpflege habe ich vieles ausprobiert und manche Versuche endeten in einer kleinen Katastrophe. Was für mich gut funktioniert und sich für mich etabliert hat, möchte ich heute mit dir teilen.

Zur Info: Meine Haare sind nicht gefärbt oder sonst chemisch behandelt und gehen ungefähr bis zum BH-Verschluss. Außerdem bin ich gelernte Frisörin und wenn mir jemand gesagt hätte, dass meine Haarpflege einmal so aussehen würde, dann hätte ich ihn wahrscheinlich ausgelacht.

Haarwäsche:

Hier kann ich dir leider nicht sagen, dass ich eine natürliche Möglichkeit gefunden habe, um meine Haare zu waschen. Nach unzähligen Versuchen, bin ich wieder zu meinem Shampoo zurückgekehrt. Das Balea Med hautneutral ist das Einzige, was für mich funktioniert. Ich teile es mir gemeinsam mit meiner Tochter und da ich es für uns beide stark mit Wasser verdünne, brauchen wir zu zweit bei längerem Haar ein, bis maximal zwei Flaschen pro Jahr. Das ist meinem Empfinden nach sehr wenig und deshalb für mich nachhaltig. Ich werde hier auch nicht mehr experimentieren, weil entweder meine Haare brechen oder meine Kopfhaut Probleme macht. Meine Water only Erfahrung kannst du hier nachlesen.

Bei meinem Sohn funktionieren Solidshampoos oder einfach nur Wasser. Er lässt auch nichts anderes an sich heran und hat wunderschöne, weiche und glänzende Haare.

Falls du aber dennoch auf der Suche nach Alternativen, verlinke ich dir ein paar Seiten von Bloggern, bei denen es funktioniert:

Haarwäsche mit Roggenmehl: Pia Kraftfutter

Water only: Happy Gaia

mit Seife: Seifengelocke

sehr spannend finde ich auch den Blog von Schwatzkatz

Für deren Inhalte übernehme ich allerdings keinerlei Verantwortung. Also, probieren auf eigene Gefahr. 😉

Kopfhautpflege:

finde ich sehr wichtig und wird oft vernachlässigt. Aber zu gesundem Haar gehört auch eine gesunde Kopfhaut.

Ich verwende hierfür einfach Jojobaöl. Das verteile ich vor der Haarwäsche einfach auf der Kopfhaut und lasse es so lange es geht, einwirken. Die Längen spare ich aus. Bis auf die Spitzen, können meine Haare Öl als Pflege, nicht so gut leiden.

Nach der Haarwäsche verwende ich Rosenhydrolat als Haarwasser und verteile es einfach auf der Kopfhaut. Hierzu habe ich es in eine Blauglas-Sprühflasche gefüllt.

 

Haarpflege:

Was ich seit ein paar Wochen nicht mehr verwende, ist Conditioner. Meine Haare werden darauf irgendwie klätschig und ich mag sie lieber ein wenig griffig, weil ich sie dann besser flechten und frisieren kann. Da mein Shampoo einen hautneutralen Ph-Wert hat, ist auch eine saure Rinse (zum Beispiel Wasser verdünnt mit Essig oder Zitrone) überfällig. Würde ich ein anderes Shampoo benutzen, so wäre eine saure Rinse meine erste Wahl für danach. Aber so spüle ich nach der Haarwäsche nur einmal eiskalt mit Wasser nach. (schließt die Schuppenschicht und sorgt für Glanz, ist auch gut für die Kopfhaut)

selbst gemachtes Protein-Leave-In-Spray:

Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass Feuchtigkeitspflege für meine Haare nichts bringt, sondern, dass sie sich viel mehr nach Proteinen sehnen. Ich habe es einfach durch probieren herausgefunden und durch den Artikel von Heike. Wenn du mehr Tipps in dieser Hinsicht brauchst, dann kann ich dir das Langhaarnetzwerk ans Herz legen.

Hier meine Mischung: (das Orginalrezept stammt von Alanna aus dem Langhaarnetzwerk).

  • 50 ml destilliertes Wasser
  • 40 ml Rosenhydrolat ( super ist auch Hamamelis)
  • 10 ml Aloe Vera
  • 30 Tropfen Protein (Seiden- oder Weizenproteine)
  • 20 Tropfen Vitahaar
  • 10 Tropfen Panthenol

Die Zutaten einfach mischen und in eine dunkle Sprühflasche geben. Unbedingt sauber arbeiten, die Flasche vorher auskochen und wirklich auf Reinheit achten. Ich bewahre das Ganze im Kühlschrank auf und sprühe die Pflege nach der Haarwäsche ins feuchte Haar oder bei Bedarf auch zwischendurch in die trockenen Längen zwischen den Haarwäschen.

Destilliertes Wasser gibt´s im Drogeriemarkt. Rosenwasser habe ich aus der Apotheke und die anderen Zutaten bestelle ich über das Internet, am liebsten bei Baccara Rose und bei Spinnrad.

Meine Rohstoffe (außer Öle) bewahre ich im Kühlschrank auf. Beim Weizenprotein ist es mir schon passiert, dass es gekippt ist, als es im Badezimmer stand. Jedes Haar ist anders und das ist die Mischung, die für mich am besten funktioniert.

Für die Spitzen:

Nach der Haarwäsche und dem Protein-Leave-In-Spray gebe ich einfach ein wenig vom Dr. Hauschka Rosenöl in die Spitzen. Das verwende ich auch für den Körper und riecht total angenehm.

Und sonst?

Nix. Das war´s. Keine Spülung. Keine Kuren.Ich halte mich an den Rat meiner Mutter (und die hat wunderschöne, gesunde und glänzende Haare), nicht so viel herum zu machen. Und siehe da. Es funktioniert. Weniger ist oft mehr. Die meisten Zutaten habe ich immer zu Hause, da ich auch Badezusätze und anderes, selber mache. Deshalb ist es für mich auch eine Preisersparnis, weil ich meine Produkte auf vielfältige Weise nutzen kann.

Zum Kämmen benutze ich eine Bürste aus Ahorn und außerdem lege ich Wert auf haarschonenden Schmuck. (am liebsten sind mir Senza Limiti und Flexi)

Hier nochmal meine Routine in Kürze:

  • Kopfhautpflege mit Jojobaöl
  • Haarwäsche mit verdünntem Shampoo.
  • Rosenhydrolat als Haarwasser.
  • Leave-In-Spray
  • Öl in die Spitzen

Vorteile dieser Haarpflege:

  • Ich habe nur sehr wenig Produkte.
  • Die Produkte, die ich habe, benutze ich auf vielfältige Weise.
  • Ich weiß, was an meine Haare und an meine Kopfhaut kommt.
  • Es ist besser für die Umwelt. (außer mein Shampoo 😉 )
  • Auf Dauer spare ich mir Geld, da ich nicht wie früher, beim DM ständig neue Produkte für meine Haare teste und das ganze Badezimmer damit vollsteht.

 

Falls du noch die anderen Artikel der Blogserie nachlesen möchtest:

Achtsamkeit für die Natur und unsere Erde

Nachhaltigkeit und ein einfaches Leben

Nachhaltigkeit in Sachen Lebensmittel

Nachhaltigkeit unterwegs und im Haushalt

Minimalismus und Konsum

 

 

 

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply Irene November 10, 2017 at 10:34 am

    Hallo Susi, toller Beitrag zur alternativen Haar Pflege! Pick mir das ein oder andere mal raus! liebe Grüße Irene

    • Reply Susanne November 10, 2017 at 1:27 pm

      Hallo Irene,
      danke dir. 😉 Die Sprühpflege könnte für dich auch was sein. Liebe Grüße zurück.

    Leave a Reply